Tagebuch 1.6.1915

Witterung dieselbe. Um 6½ morgens links von uns bei der 17. Res. Div. schwerer Artilleriefeuerüberfall unsererseits, welcher eine halbe Stunde anhielt. Im Laufe des Tages, wie überhaupt immer in letzter Zeit bei hellem Wetter, öfter Fliegererkundungen und heftige Beschießung beiderseits. Tagsüber etwas Arbeitsdienst. Im Laufe des Tages, in der Mulde im Walde, auf Patrouille ein Mann verwundet von der ersten Komp. Erhielt 4 Schüsse. Es ist dies schon der 2.Verwundete dort von der ersten Komp. Sonst nix besonderes.

Tagebuch 31.5.1915

Witterung dieselbe. Nachmittags etwas Arbeitsdienst. Es kommen fortwährend noch Leute der Komp. krankheitshalber aus der Stellung und aus demselben Grunde soll unser Truppenteil vorläufig nicht abgelöst werden wegen der Ansteckungsgefahr. Im Laufe des Vormittags nochmals ärztliche Untersuchung (selbst bon).Sonst dasselbe wie vor.