Tagebuch 21.9.1915

Witterung und Arbeit dieselbe. Von 4 Uhr morgens bis 6 Uhr abends.Um halb 6 setzte Art.-Feuer ein. Aber die Sache war nicht von Pappe. 17 schwere und 54 leichte in zwei Zugbreiten. Um 7:45 Schluss. Aber die Stellung sah aus bei uns wie ein wildes Chaos. Gräben stellenweise vollständig eingeebnet. 6 Unterstände, darunter die Küche, zusammengehauen. Sah ganz schauderhaft aus. Wurde uns wieder mal nicht so knapp für Arbeit gesorgt. Jedoch hat in unserem Zug, Gott sei Dank, keiner Schaden genommen. Im zweiten Zug mussten 10 brave Kameraden bei der Geschichte ihr Leben lassen. Durchschlug eine Granate den Unterstand und begrub alles was drinnen war. Wurden teilweise buchstäblich zermalmt. Herr gib ihnen die ewige Ruhe. Dies war ein Herbstanfang ewigen Gedenkens. Da kann man seinem Herrgott nicht genug danken, dass die Geschichte noch so glimpflich abgelaufen ist. Viel Arbeit, kalte Stollen, mangelhaft warme Beköstigung, vorläufige Parole. Die Nacht verlief im Allgemeinen ruhig,

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