Witterung wie vor, Ruhe, nix Neues.
Tagebuch 12.6.1915
Witterung etwas wärmer, sonst wie tags vorher. Sonst weiter nix wesentliches. Stuhl fort zur Untersuchung.
Tagebuch 11.6.1915
Witterung etwas kühler, trübe und trocken. Morgens Quartiere der Komp. reinigen, tagsüber Ruhe.
Es gab ein Leben vor dem Krieg
Während der Krieg sich qualvoll hinzieht und hinzieht hier ein paar Dokumente aus einer glücklicheren Zeit vorher. Heinrich Birkenbihl wurde am 19.10.1887 geboren. Am ersten April 1901 wurde er aus der Elementarschule Camberg, die er seit Ostern 1893 besucht hatte entlassen.
Sein „Schul-Entlassungs-Zeugniss“ bescheinigt ihm befriedigendes Betragen, regelmäßigen Schulbesuch, guten Fleiß und gute Kenntnisse und Fertigkeiten. Anschließen erlernte er dem Maurer-Beruf und wurde am 11.10.1907 zum Militär eingezogen.
Er absolvierte relativ unauffällig seinen Militärdienst und wurde am 23.9.1909 vom Militär entlassen.
Aus dem Wehrpass erfahren wir auch, dass er 1,69m groß war. Das Militär ließ ihn aber nicht ohne weiteres ziehen.
Vom 6.7. bis 19.7.1911 und vom 2.10. bis 18.10.1913 musste er jeweils an 2 Wochen Übungen teilnehmen. (Siehe auch die Seite „Truppenübungsplatz 1913„.) Ebenfalls wohl aus der Vorkriegszeit stammt das Foto das Heinrich Birkenbihl mit seiner Mutter Theresia und seinem Bruder Peter zeigt. 
Tagebuch 10.6.1915
Die Witterung hat sich die Nacht geändert, hat geregnet, tagsüber trübe und trocken. Verteilen von Liebesgaben, Baden und Apells. Instandsetzen der Ausrüstung und Quartiere. Abends 10½ Komp. abgerückt in Stellung und zwar Hohlweg Andechy. Des Abends 8½ brach ein heftiges Gewitter los mit schwerem Platzregen, welcher auch lange Zeit anhielt und mal alles ordentlich anfeuchtete.