Tagebuch 21.2.1915

Sonntag, klares Wetter, Dienst wie gewöhnlich. Des Morgens schon in der Frühe bei der 9.Komp.1 Toter infolge Granatfeuer. 11½-1 Uhr Beobachtungsposten. Nachmittags wieder heftiges Granatfeuer, jedoch ohne Schaden. Abends Arbeitsdienst, 11-1 Grabenpatroullie 5-7 Beobachtungsposten. Nacht schön mondhell, sternenklar. Liebesgaben wurden fast 1 um den anderen Tag verteilt wie Zigarren, Zigaretten, Tabak, Schnaps, Käse, Wurst und Fett. An Esswaren war kein Mangel, Brot sogar im Überfluß. Des Mittags war auch Peter bei mir, kam durch die Stellung.

Tagebuch 20.2.1915

Witterung trocken und hell. Gewehrreinigen, Arbeitsdienst, 12-4 Arbeitsdienst, 8½-10, 1-2½ und von 5½-7 Beobachtungsposten. Wieder zeitweise feindliche Artilleriefeuerüberfälle. Sonst im großen Ganzen die Nacht ruhig verlaufen, des Nachmittags noch etwas Regen, des Abends mondhell und die ganze Nacht sternenklar.

Tagebuch 19.2.1915

Witterung trocken und trübe. Gewehrreinigenn und Arbietsdienst. Morgens und Mittags um die gewöhnliche Zeit Artilleriefeuer, dann heißts jedesmal Beine in die Hand genommen und Deckung gesucht. 12-3 Arbeitsdienst, abends 7½-12 Arbeitsdienst, keine Wache. Nacht ruhig und ziemlich hell.

Tagebuch 18.2.1915

Witterung trübe, morgens Regenwetter, später helles Wetter. Gewehrreinigen, Arbeitsdienst. 9 Uhr wieder Artilleriefeuer aber etwas weiter. 12 Uhr Wasserholen. Später wieder Art.Feuer, Arbeitsdienst. Post holen. 10½ – 12 Beobachtungsposten. 3-4½ Grabenpatroullie. Die Nacht verlief ruhig, anfangs dunkel und regnerisch, später klar und sternenhell schönstre Nacht bis dahin.